Ein zentraler Bestandteil von NIS2 ist die regelmäßige Schulung und Sensibilisierung aller Mitarbeitenden im Umgang mit Informationssicherheit. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Beschäftigte über die notwendigen Kenntnisse verfügen, um Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. Dies betrifft nicht nur IT-Fachkräfte, sondern insbesondere auch Mitarbeitende in Verwaltung, Produktion und Management.
Die Schulungen sollen dazu beitragen, ein unternehmensweites Bewusstsein für Cyberrisiken zu schaffen und den sicheren Umgang mit digitalen Arbeitsmitteln zu fördern. Inhalte können Themen wie Phishing-Erkennung, sicheres Passwortmanagement, der Umgang mit sensiblen Daten oder das richtige Verhalten bei Sicherheitsvorfällen umfassen.
Darüber hinaus verpflichtet NIS2 auch die Geschäftsleitung, sich regelmäßig über aktuelle Bedrohungen und Schutzmaßnahmen zu informieren. Die Verantwortung für Cybersicherheit liegt ausdrücklich auf Leitungsebene. Führungskräfte müssen daher nachweislich geschult werden, um die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen zu überwachen und fundierte Entscheidungen treffen zu können.
Unternehmen sollten die Durchführung und Teilnahme an Schulungen dokumentieren, um gegenüber Aufsichtsbehörden nachweisen zu können, dass die Vorgaben aus NIS2 erfüllt werden.