Warum KI-Kompetenz (nicht nur) in der Steuerkanzlei heute unverzichtbar ist

In einer Steuerkanzlei nutzt ein nicht im Bereich KI geschulter Mitarbeitender eigenständig ein frei zugängliches KI-Tool, um komplexe Mandantenanfragen „schnell zusammenzufassen“. Er gibt dabei vertrauliche Finanzdaten, Steuererklärungen und Prüfungsberichte in ein System ein, dessen Server außerhalb der EU stehen und dessen Nutzungsbedingungen niemand gelesen hat.

Einige Monate später werden vergleichbare Datensätze über ein Datenleck öffentlich – inklusive sensibler Mandantendaten.

Die Folgen:

  • Verletzung von Verschwiegenheitspflichten,
  • DSGVO-Verstoß,
  • berufsrechtliche Konsequenzen,
  • Vertrauensverlust bei den Mandanten und
  • erheblicher Reputationsschaden.

Gleichzeitig stützt sich ein anderer Mitarbeiter unkritisch auf KI-generierte Inhalte in einer steuerlichen Stellungnahme; ein gravierender Fehler bleibt unentdeckt und führt zu falschen Gestaltungen mit finanziellen Nachteilen für den Mandanten.

Ohne KI-Kompetenzschulung fehlt Mitarbeitenden das Bewusstsein für solche Risiken, der sichere Umgang mit KI-Werkzeugen und das Verständnis, wie rechtliche, berufliche und ethische Vorgaben (insb. EU AI Act, Berufsrecht, DSGVO) im Kanzleialltag gewahrt werden.

Der EU AI Act (KI-VO) sieht in §4 ausdrücklich vor, dass Mitarbeitende im Umgang mit KI-Systemen angemessen geschult werden. Für Kanzleien bedeutet dies: KI-Kompetenzschulungen sind nicht nur sinnvoll, sondern auch verpflichtend, wenn KI-Systeme eingesetzt werden.

Wir bieten eine KI-Kompetenzschulung an – bei uns im Hause oder auch in Ihrem Unternehmen vor Ort. Hier finden Sie mehr Informationen dazu.